Pflegehinweise

Es gibt nicht nur „einen Weg“ ein Tattoo zu pflegen. Jede Haut ist anders und somit auch die Abheilung und Verträglichkeit.

Deshalb hier einfach nur ein paar Tipps, an denen du dich orientieren kannst, damit du von Anfang an Freude an deinem Tattoo hast. 😉

Tattoo

Eine frische Tätowierung ist vergleichbar mit einer Schürfwunde. Deshalb sollte sie direkt nach dem Stechen zum Schutz vor Keimen mit einer Folie abgedeckt werden.

Nach etwa 2-3 Stunden (keinesfalls früher!) kannst du die Folie entfernen und dein Tattoo mit Wasser und gegebenfalls etwas pH-neutraler Seife abwaschen.

Danach solltest du dein Tattoo ca. 1 Stunde offen an der Luft trocknen lassen und erst dann mit dem Auftragen der Creme beginnen.

Egal welches Pflegemittel du verwendest, es soll die Heilung unterstützen und die Wunde geschmeidig halten. Trage die Creme nie zu dick auf, denn eine zu dicke Cremeschicht lässt dein Tattoo nicht atmen und führt zu vermehrter Wundsekretbildung und kann damit mehr Farbe abstoßen. Außerdem besteht die Gefahr der Keimbildung.

Sobald es anfängt zu spannen, solltest du eine dünne Schicht Creme auftragen. Dies solltest du ungefähr 2 – 3 mal täglich machen (bitte beachte auch, dass manche Körperstellen, wie z. B. Kniekehle, Armbeuge oder andere Gelenkbereiche, schneller austrocknen und daher öfter eingecremt werden müssen). Beachte aber bitte, dass du dein Tattoo hin und wieder auch trocknen lassen und einmal am Tag mit etwas pH-neutraler Seife reinigen solltest. Lass bitte nach dieser Reinigung das Tattoo an der Luft trocknen oder tupfe es mit einem sauberen Küchenkrepp ab, anschließend das Eincremen nicht vergessen… 😉

 

Ganz wichtig!!!

Die meisten Keime übertragen sich über die Hände! Deshalb vor dem Eincremen unbedingt die Hände gründlich waschen!

Während des Abheilungsprozesses sollte alles vermieden werden, was die Wunde unnötig reizt oder sogar zu Entzündungen führen könnte.

Duschen ist völlig ok, aber bitte NUR mit pH-neutraler Seife! Bitte verwende keine handelsüblichen Duschgels! Die Tätowierung sollte darüber hinaus NICHT im Vollbad eingeweicht werden. Deshalb ist es ratsam, dass du auf Bäder jeglicher Art (Badewanne, Schwimmbad, Badesee) verzichtest! Dies gilt für etwa 2-3 Wochen.

Des Weiteren solltest du sämtliche UV-Strahlung unbedingt vermeiden, egal ob Sonne oder Solarium (2-3Wochen), da dies zum Ausbleichen einzelner Farbpigmente und zum Austrocknen der Haut führen kann. Letztere kann auf Grund dessen immer wieder aufreißen und so den Heilungsprozess verzögern. Plane bitte zwischen der Tattoositzung und deinem nächsten Urlaub in der Sonne eine Heilungszeit von mindestens 4 Wochen ein, bevor du dich dort permanenter Sonneneinstrahlung aussetzt.

Außerdem solltest du mindestens eine Woche auf Sport verzichten und keine Bewegungen ausführen, die die neutätowierte Stelle unnötig strapazieren, da durch das permanente Dehnen die Wunde ständig aufgerissen wird. Das infolge dessen austretende Wundsekret schwemmt vermehrt Farbpigmente aus. Schweiß kann zur Keimbildung führen und somit die Heilung hemmen, weshalb du auch für 2-3 Wochen auf Saunabesuche verzichten solltest.

Falls das neue Tattoo an deiner Kleidung festgeklebt ist, darfst du die Textilie niemals ohne Vorbehandlung abziehen. Weiche die betroffene Stelle vorsichtig unter laufendem Wasser ein, bis sich das Kleidungsstück einfach ablösen lässt. Solltest du das nicht beachten und den Stoff einfach herunterreißen, können dadurch ebenso Farbpigmente herausgezogen werden.

Darüber hinaus solltest du bei einem eventuell auftretenden Juckreiz niemals an deinem Tattoo kratzen oder an der Kruste „zupfen“, da dies auch zu den in den vorherigen Absätzen genannten qualitätsmindernden Komplikationen führen kann.

 

gebräuchlichste Pflegemittel:

Nicht jedes Pflegemittel ist für jeden geeignet. Deshalb mal eine Übersicht mit Vor- und Nachteilen

Vaseline

PRO: keine Konservierungsstoffe, überall erhältlich, kaum allergische Reaktionen

CONTRA: unterstützt die Heilung nicht, hält lediglich geschmeidig, lässt kaum Luft an die Wunde

Melkfett

PRO: wie bei Vaseline, Zusätze die Hautirritationen vorbeugen

CONTRA: wie bei Vaseline, echtes Melkfett enthält viele Verunreinigungen (daher nur kosmetisches Melkfett verwenden!)

Bepanthen (Dexpanthenol-haltige Salben)

PRO: Dexpanthenol ist feuchtigkeitsbildend und hält die Haut geschmeidig, unterstützt die Zellbildung und Regeneration der Haut, schnelle Wundheilung

CONTRA: sehr fest (vor dem einschmieren die Creme auf Hauttemperatur aufwärmen -beispielsweise, Tube in der Hosentasche aufwärmen), Verwechslungsgefahr mit Panthenolhautlotionen (diese sind nicht geeignet!)

H2Ocean

PRO: fettet nicht, verschmiert nicht die Kleidung, lässt die Haut „atmen“, Xylitol und Lysozym bekämpfen Bakterien ohne die Wundflora anzugreifen

CONTRA: mehr Spannungsgefühle

Pegasus

PRO: ähnlich wie Bepanthen, Teebaumöl und Weizenkeimöl unterstützen die Heilung

CONTRA: nicht jeder verträgt Teebaumöl und Weizenkeimöl – dadurch häufiger allergische Reaktionen

 

 

NO GO’s

Niemals Zinksalben, Bebe-, Penatencreme, Hautlotion